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_NewYork - mon amour
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Im Januar 1947 reist Simone de Beauvoir zum ersten Mal nach Amerika. Begeistert hat die prominente
Vertreterin des Existentialismus die Einladung zu einer viermonatigen Vortragsreise angenommen.
Die amerikanische Kultur ist für sie, wie für viele Pariser ihrer Epoche, ein Mythos.
Sie brennt darauf, das Land endlich mit eigenen Augen zu entdecken. Insbesondere New York hat es
ihr angetan. Auf mehrstündigen »Gewaltmärschen« erkundet sie die Stadt
teils allein, teils mit amerikanischen Freunden. Sie streift durch Manhattan und Brooklyn, besucht
China Town und – trotz aller Warnungen – Harlem. Sie staunt über den Lärm und
das Chaos und freut sich an den ungewöhnlichen Geräuschen und Gerüchen. Ihrem
scharfsichtigen Blick entgeht nichts. Ihre ambivalenten Eindrücke verarbeitet Simone de
Beauvoir in ihrem Reisetagebuch. Die unverwechselbare Beauvoir’sche Mischung aus kritischem Bericht,
nachdenklichem Monolog und analytischer Untersuchung kann als ein Zeugnis ihrer Befindlichkeit gelesen
werden und ist zugleich ein wichtiges Zeitdokument.
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